Wenn das Ei die Henne legt

Systeme, in denen sich Ursache und Wirkung nicht klar trennen lassen stellen Wissenschaftler aller Disziplinen vor große Herausforderungen. Während sich mit dem klassischen Kausalitätsmodell – Ursache bedingt Wirkung – Berechnungen und damit auch Vorhersagen durchführen lassen, fehlte es bislang an einem Konzept, das Ähnliches auch für komplexe Systeme leistet. Den Wissenschaftlern Daniel Harnack, Erik Laminski, Maik Schünemann und Physikprofessor Klaus Richard Pawelzik von der Universität Bremen ist es jetzt gelungen, die effektiven kausalen Einflüsse zwischen Komponenten auch in Systemen zu erfassen, in denen das Ganze wesentlich anders ist als die Summe seiner Teile ist. Mit dem Konzept der ‘Topological Causality’ ist der Grundstein gelegt für die Entdeckung bisher unsichtbarer Interaktionen in vernetzten Systemen, die zu einer verbesserten Beschreibung und Vorhersagbarkeit führt. Insbesondere das Enthüllen der zeitlichen Entwicklung einer kausalen Effektivität könnte sich als nützlich erweisen, um einen geeigneten Zeitpunkt zur Intervention – zum Beispiel in ökologischen Systemen – festzustellen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Pawelzik
Institut für Theoretische Physik
Universität Bremen
Bremen
Tel. +49 421 218-62001
pawelzik@neuro.uni-bremen.de

Presseveröffentlichung vom 04.09.2017

Quelle

Nachwachsende Baustoffe für die Städte der Zukunft
Forscher zeigen akute Bedrohungslage durch Hardware-Trojaner auf

Ähnliche Beiträge

Menu