Studie revolutioniert Behandlung bei Herzinfarkt

Jährlich erleiden circa 300.000 Menschen in Deutschland einen akuten Herzinfarkt. In bis zu zehn Prozent der Fälle wird dieser auch von einem so genannten kardiogenen Schock – einem Pumpversagen des Herzens – begleitet und führt unbehandelt zum Tod. Medizinische Leitlinien geben in dem Fall vor, wie eine unverzügliche Behandlung zu erfolgen hat. Im Herzkatheterlabor wird das verschlossene Herzkranzgefäß aufgedehnt. Gleichzeitig sagen die Leitlinien, dass in diesem Zuge auch weitere mögliche Engstellen der Herzkranzgefäße mitbehandelt werden sollen. Wissenschaftler haben jetzt in einer randomisierten Studie nachweisen können, dass es – in Bezug auf das Überleben und gefährliche Begleiterkrankungen, wie schwerem Nierenversagen – die Prognose der Betroffenen erheblich verbessert, wenn ausschließlich das für den Infarkt verantwortliche Gefäß behandelt wird.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Holger Thiele
Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie
HELIOS Stiftungsprofessur am Herzzentrum Leipzig
Tel. +49 341 865 1428
holger.thiele@medizin.uni-leipzig.de

Presseveröffentlichung vom 30.10.2017

Quelle

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