Kleinere Narbe nach Herzinfarkt

Beim Herzinfarkt kommt es zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Der Herzmuskel bekommt keinen Sauerstoff mehr, stirbt ab und vernarbt. Je schneller das Gefäß wiedereröffnet werden kann, desto kleiner ist der bleibende Schaden. Die Entwicklung einer bleibenden Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kann so am besten verhindert werden. Manche Patienten kommen jedoch erst spät ins Krankenhaus, zum Teil, weil sie ihre Beschwerden anfangs falsch einschätzen. Trotz Eröffnung des Herzkranzgefäßes geht bei diesen Patienten viel Herzmuskelgewebe verloren. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben jetzt einen bisher unbekannten Wachstumsfaktor entdeckt, der die Heilung des Herzmuskels nach Infarkt verbessert, so dass trotz großen Infarkts nur eine kleine Narbe entsteht.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Kai Christoph Wollert
Leiter des Bereichs Molekulare und Translationale Kardiologie
MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie
Hannover
Tel. +49 511 532 4055
Wollert.Kai@mh-hannover.de

Presseveröffentlichung vom 09.11.2017

Quelle

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