Neues Diagnosetool optimiert artfremde Organtransplantationen

Forscher des HZI und HIPS entdecken bakterielles Protein, welches Immunogene Zuckermoleküle auf Schweinezellen erkennt. Zuckermoleküle stellen im Körper wichtige Signale mit einem hohen Informationsgehalt dar und sind an vielen biologischen Prozessen wie der Anheftung von Bakterien an Wirtszellen oder der Bildung von Biofilmen beteiligt. Die Rezeptoren, die diese Zucker erkennen können, sind spezielle Proteine – die Lektine. Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), haben jetzt ein besonderes Lektin beim Bakterium Photorhabdus luminescens identifiziert. Es hat eine besonders hohe Spezifität für die Zuckerstruktur „α-Gal“, die auf Zellen von Schweinen und Neuweltaffen gebildet wird. Die neuen Erkenntnisse haben eine große Bedeutung für Gewebetransplantationen vom Schwein auf den Menschen: Dafür müssen die transplantierten Zellen gentechnisch verändert werden, um eine heftige Immunreaktion auf α-Gal, das auch Xenoantigen genannt wird, zu vermeiden.

Ansprechpartner:
Dr. Jesko Köhnke
Leiter der Nachwuchsgruppe Strukturbiologie biosynthetischer Enzyme
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Saarbrücken
Tel. +49 681 98806-3500
jesko.koehnke@helmholtz-hzi.de

Presseveröffentlichung vom 04.12.2017

Quelle

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