Muskoviszidose: Antibiotikaresistenzen durch Nanopartikel überwinden?

Etwa eins von 3.300 Kindern kommt in Deutschland jährlich mit Mukoviszidose zur Welt. Bei dieser Erkrankung ist ein Kanaleiweiß auf der Zelloberfläche durch Mutationen gestört. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Erkrankten liegt heute dank des medizinischen Fortschritts bei etwa 40 Jahren. Einen wesentlichen Anteil daran haben Dauerbehandlungen mit inhalierten Antibiotika, die die Bakterienbesiedelung zwar nicht verhindern, aber zumindest für einen längeren Zeitraum in Schach halten. Allerdings wehren sich die Bakterien durch Resistenzentwicklung und die Ausbildung sogenannter Biofilme in und unter der Schleimschicht, die vor allem die Bakterien in den unteren Reihen wie ein Schutzschild abschirmen. Forschern der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist es jetzt gelungen, eine weitaus effizientere Methode zu entwickeln, um die oftmals tödlichen Atemwegsinfekte zu behandeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Nanopartikel, die Antibiotika besser an ihr Ziel bringen.

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Dagmar Fischer
Institut für Pharmazie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Tel. +49 3641 949941
dagmar.fischer@uni-jena.de

Presseveröffentlichung vom 15.12.2017

Quelle

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