Multiple Sklerose: Cholesterin-Kristalle verhindern Reparatur im Zentralnervensystem

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, bei der Immunzellen fettreiche Myelinscheiden der Nervenfasern abbauen. Der Wiederaufbau intakter Myelinscheiden ist notwendig, damit sich Patienten von ihren Behinderungen erholen. Aber das Regenerationsvermögen nimmt mit dem Alter ab. In „Science“ liefert ein Team der Technischen Universität München eine mögliche Erklärung: Fettmoleküle aus der Myelinscheide, die nicht rasch aus Fresszellen abtransportiert werden, können chronische Entzündungen auslösen. Dies verhindert den Wiederaufbau der Myelinhüllen. Zudem beschreibt das Team Zellen, die nur dann erscheinen, wenn eine Myelinscheide entsteht.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Mikael Simons
Lehrstuhl für Molekulare Neurobiologie
Technische Universität München
Tel. +49 89 440046495
msimons@gwdg.de

Presseveröffentlichung vom 05.01.2018

Quelle

MPS III-E: Erst die Krankheit entdeckt, jetzt die Patienten
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