Wie das Gehirn Flüssigkeiten wahrnimmt

Menschen sind bemerkenswert gut darin, das Fließverhalten von Flüssigkeiten visuell einzuschätzen. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung des Gehirns, denn Flüssigkeiten haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Zähigkeit – der sogenannten Viskosität – höchst variable Formen und werden zudem durch äußere Faktoren wie die Schwerkraft und die Interaktion mit Objekten beeinflusst. Indem sie die Wahrnehmung von Viskosität mit der der Merkmale verglichen, konnten die Wahrnehmungsforscher zeigen, wie das Gehirn dreidimensionale Form- und Bewegungsmerkmale nutzt, um in verschiedenen Kontexten trotz drastischer Unterschiede in der Bildinformation auf die Viskosität schließen zu können. Sie konnten zudem in ihrer Studie verschiedene Form- und Bewegungsmerkmale von Flüssigkeiten identifizieren, mit denen sich die wahrgenommene Viskosität überraschend gut vorhersagen lässt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Roland Fleming
Professur für Experimentelle Psychologie
Justus-Liebig-Universität Gießen
Tel. +49 641 99-26140
Roland.W.Fleming@psychol.uni-giessen.de

Presseveröffentlichung vom 26.01.2018

Quelle

Ultrakurze Pulse im Elektronenmikroskop
„Reportermoleküle“ berichten aus dem Zellinneren

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