Rolls-Royce schafft Zentrum für künstliche Intelligenz in Deutschland

Rolls-Royce schafft Zentrum für künstliche Intelligenz in Deutschland

Thursday, 22 November 2018

Rolls-Royce gab heute bekannt, ein neues Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland aufzubauen. Das Vorhaben ist Teil einer geplanten Investition des Unternehmens in künstliche Intelligenz und neue Datentechnologien in Höhe von 100 Millionen britischen Pfund über die nächsten fünf Jahre. Das neue KI-Zentrum („Hub”) wird im brandenburgischen Dahlewitz, in der Nähe von Potsdam/Berlin eingerichtet. Das Unternehmen hat bereits mit der Stellenausschreibung begonnen, um schon im Januar 2019 den Betrieb aufnehmen zu können. Das neue KI-Team soll eng mit den Ingenieuren des seit 25 Jahren bestehenden Rolls-Royce Standorts Dahlewitz und akademischen Partnern in der Region zusammenarbeiten und vom Berlin- Brandenburger Technologie-Umfeld profitieren, das für seine lebendige digitale Start-up-Szene bekannt ist.

Die Rolls-Royce KI-Hubs bilden die Schnittstelle zwischen KI, Data Engineering und der spezifischen Branchenkompetenz des Unternehmens. Die KI-Teams wenden ihre breit gefächerten KI-Kenntnisse dabei vor allem darauf an, große, strategisch wichtige Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen. Das geschieht typischerweise in drei Phasen: Erstens, Aufgabenstellung verstehen und übersetzen; zweitens, das Potenzial der KI-Methode demonstrieren und, drittens, bereits im Frühstadium von deren Anwendung zur Wertschöpfung beizutragen. Den KI-Hubs wird darüber hinaus die Aufgabe übertragen, passendes Technologie- now-how bei akademischen Partnern und auf dem Markt für Technologieinnovatoren zu finden und zu nutzen. Zusammen bilden diese das externe Ökosystem, das die Anwendungsentwicklung und die Erforschung neuer Problemlösungstechniken für die Branche fördert.

Ein besonders gutes Beispiel für Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen in Deutschland ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit Sitz in Potsdam, Brandenburg. Das HPI ist Deutschlands führendes Exzellenzzentrum für Digital Engineering. Im April 2018 vereinbarte es mit Rolls-Royce eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen, von denen das Feld der künstlichen Intelligenz am weitesten fortgeschritten ist.

Zwei Beispiele für laufende Projekte sind die Analyse von Betriebsdaten von Flugzeugtriebwerken mit Mustererkennungstechnologien, um eine vorausschauende, noch präzisere Wartung zu ermöglichen und kundenspezifisch die Betriebseffizienz verbessern zu können sowie die Entwicklung von Chatbots – neuen, intelligenten digitalen Assistenten, die ebenfalls zur Verbesserung von Serviceleistungen beitragen sollen.

Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts, Dekan der Fakultät für Digital Engineering der Universität Potsdam, sagte: „Künstliche Intelligenz spielt am Hasso-Plattner-Institut in nahezu allen Fachbereichen eine Rolle und wird die Wirtschaft in den nächsten Jahren entscheidend prägen. Wir freuen uns sehr, einen Global Player wie Rolls-Royce bei der Datenanalyse und Entwicklung seiner digitalen Fähigkeiten zu unterstützen und unseren Studierenden auf diese Weise einen engen Bezug zur Praxis zu ermöglichen.“

Caroline Gorski, Global Director Rolls-Royce R2 Data Labs, erklärte: „Der deutsche KI-Hub wird zeigen, wie Industrieunternehmen künstliche Intelligenz bei geschäftlichen Fragestellungen einsetzen können, um zur Wertschöpfung beizutragen – am Standort Dahlewitz und darüber hinaus. Die hier entwickelten Fähigkeiten werden mit anderen Rolls-Royce Standorten geteilt und weiter vermittelt, so dass unsere Ingenieure in allen Geschäftsbereichen KI-Fähigkeiten zur Lösung ihrer täglichen Probleme nutzen können. Wir schätzen uns privilegiert, dabei von Anfang an mit dem HPI zusammenarbeiten zu können.“

Rolls-Royce hat mit den Ende vergangenen Jahres gegründeten R² Data Labs bereits spürbaren Nutzen für das Geschäft erzielt. So wurden beispielsweise automatisierte Lösungen zur Auftrags-Verarbeitung und Vereinfachung von Geschäftsdokumenten entwickelt und Triebwerksdaten analysiert, um kostspielige Wiederholungen beim physischen Testen von Triebwerken zu vermeiden. Darüber hinaus trugen die R² Data Labs im Einklang mit den langfristigen strategischen Zielen von Rolls-Royce zu einer besseren Zusammenarbeit und zum kulturellen Wandel im Unternehmen bei.

Über Rolls-Royce Holdings plc

  1. Rolls-Royce geht mit modernsten Technologien voran, um die umweltfreundlichsten, sichersten und wettbewerbsfähigsten Lösungen für den weltweiten Antriebs- und Energiebedarf anzubieten.
  2. Rolls-Royce hat Kunden in mehr als 150 Ländern, darunter mehr als 400 Flug- und Leasinggesellschaften, 160 Streitkräfte, 4.000 Marine-Kunden, einschließlich 70 Seestreitkräften, sowie mehr als 5.000 Energie- und Kernenergiekunden.
  3. Der Jahresumsatz 2017 betrug 15 Milliarden britische Pfund, davon stammt etwa die Hälfte aus dem Servicegeschäft. Der Gesamtauftragsbestand lag Ende Dezember 2017 bei 78,5 Milliarden britischen Pfund.
  4. 2017 investierte Rolls-Royce 1,4 Milliarden britische Pfund in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterstützt ein weltweites Netzwerk von 31 universitären Technologie-Centern (UTCs), durch die Rolls-Royce-Ingenieure unmittelbar an wissenschaftlicher Spitzenforschung teilhaben.
  5. Rolls-Royce beschäftigt fast 50.000 qualifizierte Fachkräfte in 50 Ländern – darunter mehr als 16.500 Ingenieure.
  6. Rolls-Royce engagiert sich stark für die Nachwuchsgewinnung und investiert in die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. 2016 wurden 274 Absolventen und 327 Auszubildende in unsere weltweiten Ausbildungsprogramme aufgenommen.
mi2-factory GmbH akquiriert oberen 6-stelligen Betrag von bm|t und drei Privatinvestoren in 2. Finanzierungsrunde
monikit receives EUR 1.86 million funding for the further development of its mobile seizure-detector for epileptics

Ähnliche Beiträge

Menu