Lieferketten sichtbar machen – GLS Bank beteiligt sich an sustainabill

24.01.2019

Lieferketten sichtbar machen – GLS Bank beteiligt sich an sustainabill

Bochum/Köln, 24.01.2019. Das Startup sustainabill hat einen innovativen Ansatz entwickelt, mit dem Produzenten ihre Lieferkette vollständig nachvollziehen können.

Mit der sustainabill Cloud Plattform können Unternehmen herausfinden,

  1. wo ihre Produkte von wem hergestellt werden,
  2. wo die Rohstoffe herstammen und wie sie eingesetzt werden,
  3. wie umweltfreundlich die Herstellung ist und
  4. wie fair die Mitarbeiter*innen behandelt werden.

Die Informationen stammen von den Lieferanten und deren Vorlieferanten. Jeder bekommt ein Profil, in dem er seine Vorlieferanten, Zertifikate und Produktionsdaten pro Produkt hinterlegt. „Wer seine komplette Lieferkette verbessern will, muss auch jedes Element in dieser Kette kennen, vom Rohstoffabbau bis zum finalen Produkt“, sagt sustainabill-CEO Klaus Wiesen.

Das Startup validiert die Selbstauskünfte, etwa mit externen Daten wie Satelliteninformationen oder durch automatische Plausibilitätsprüfungen. „Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung nehmen die verfügbaren Datenmengen drastisch zu, was ein enormes Potenzial für eine belastbare Nachhaltigkeitsbewertung birgt“, erklärt Wiesen.

Damit liefert sustainabill eine Antwort auf die Frage, wie in der globalisierten Wirtschaft mit ihren komplexen Lieferketten mehr Transparenz erreicht werden kann. So sind an der Herstellung einer Jeans oft mehr als 20 Lieferanten beteiligt. In der Automobilindustrie sind es sogar mehrere tausend Lieferanten pro Fahrzeug. Zwei Drittel der Produzenten wissen dabei nicht, wer ihre eigenen Lieferanten beliefert oder woher die verarbeiteten Rohstoffe stammen.

Dabei sprechen nicht nur ökologische und soziale Gründe dafür, die eigene Lieferkette aufzudecken. Unternehmen, die ihre Lieferketten kennen, vermeiden erhebliche Risiken (mögliche Gesetzesverstöße, Lieferunterbrechungen, Produktfälschung, Reputation). Zu den ersten Partnern von sustainabill gehört der Online-Pionier Zalando. Er arbeitet daran, seinen Kunden*innen transparente Produkte anzubieten.

sustainabill entstand 2017 als Ausgründung der renommierten Denkfabrik Wuppertal Institut. Das Startup erhält vielfache Unterstützung, etwa von der Stiftung Humanity United, die sich für faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Menschrechte in globalen Lieferketten einsetzt.

„sustainabill hat eine effiziente Lösung für eine große Herausforderung entwickelt. Mithilfe der Digitalisierung können Produzenten aus allen Branchen sich selbst verstehen lernen – und dadurch nachhaltiger werden“, sagt Michael Philipp, Startup-Experte der GLS Bank. sustainabill ist das erste Investment der GLS Bank in solch ein junges Unternehmen. Sie bietet seit August 2018 Gründer*innen ihre Expertise für den Start von innovativen Geschäftsmodellen an.

Ansprechpartner sustainabill: Klaus Wiesen, Telefon: +49 221 29191-940
Ansprechpartner GLS Bank: Julian Mertens, Telefon: +49 234 5797-5237

Über die GLS Bank
Bei der GLS Bank ist Geld für die Menschen da. Sie finanziert nur sozial-ökologische Unternehmen und macht ihre Geschäfte umfassend transparent. Dabei bietet die Bank alle Leistungen einer modernen Bank: Girokonten, nachhaltige Fonds, Vorsorge und vieles mehr. Als Genossenschaftsbank kann jeder Anteile zeichnen und mitbestimmen. Über ihre Partnerin GLS Treuhand ist der Bereich Stiften und Schenken abgedeckt. Die GLS Bank hat ihren Sitz in Bochum und Standorte in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Freiburg, München und Stuttgart.

Über sustainabill
Das Kölner Software-Startup „sustainabill“ wurde 2017 gegründet und steht für aktives Management der kompletten Lieferkette. Die gleichnamigen Cloud-Plattform ermöglicht Unternehmen die Lieferketten ihrer Produkte bis zum Materialursprung aufzudecken und weitreichende Erkenntnisse zu Nachhaltigkeit und Risiken zu gewinnen. Damit adressiert sustainabill Unternehmensbereiche wie Geschäftsführung, Einkauf und CSR.

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