EARLYBIRD INVESTIERT IN LEGALTECH B2C START-UP LEXFOX

  • LexFox erhält eine siebenstellige Summe in der von Earlybird und Target Global angeführten Series-A-Finanzierungsrunde
  • Mit dem neuen Kapital etabliert das deutsche Start-up eine universelle Dachmarke für seine verschiedenen Dienstleistungen zur Durchsetzung von Verbraucherrechten
  • Darüber hinaus plant LexFox die Expansion seiner Dienstleistungen in weitere europäische Märkte

 

Berlin, 3. September 2019 – LexFox.com, Deutschlands führende Plattform für Verbraucherrechte, hat heute eine siebenstellige Series-A-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Für die zwei beteiligten Wagniskapitalgeber Earlybird und Target Global ist dies ihre jeweils erste Investition in ein B2C LegalTech Start-up in Europa.

LexFox wird mit dem Kapital eine universelle Dachmarke für Verbraucherrechte etablieren. Darunter werden die bisher unabhängig voneinander geführten Online-Plattformen zu Miet-, Internet- und Arbeitsverträgen sowie neue Angebote integriert. Außerdem ist eine Expansion auf weitere europäische Märkte geplant.

Fabian Heilemann, Partner bei Earlybird und selbst Jurist, sagt: „Wir sind überzeugt, dass LegalTech Fintech, Digital Health und Insurtech als nächster großer Trend in der Evolution des Consumer-Internets folgen wird. Wir haben uns in der Branche eine Vielzahl von ambitionierten Start-ups angeschaut. LexFox hat sich dabei hervorgetan und überzeugte mit seiner mutigen Vision, seinem erfahrenen Management-Team, seiner firmeneigen entwickelten Technologie und dem starken Wachstum. Dies ist unser erstes Investment in ein B2C LegalTech Start-up und wir sind stolz, LexFox bei seiner weiteren Entwicklung zu begleiten.“

Das Berliner Start-up LexFox (ehemals Mietright GmbH) wurde Ende 2016 von Rechtsanwalt Daniel Halmer gegründet und startete zunächst mit einer Dienstleistung zur Durchsetzung der Mietpreisbremse mit wenigermiete.de, dem größten Rechtsdienstleister für Mieterrechte in Deutschland. In den folgenden zwei Jahren führte die Website weitere Dienstleistungen zur Abwehr von Mieterhöhungen, Wohnungskündigungen und der Renovierungspflicht bei Auszug ein. Heute bearbeitet das Portal Ansprüche im Wert von mehreren Millionen Euro pro Jahr und führt parallel mehrere tausend (gerichtliche) Verfahren.

2018 launchte LexFox zwei weitere Produkte mit getrennt voneinander geführten Marken: Auf mehrabfindung.de wird eine finanzielle Entschädigung bei unrechtmäßiger Kündigung eines Arbeitsvertrags eingefordert. Auf weniger-internetkosten.de kann eine vorzeitige Auflösung des DSL-Vertrages oder/und eine finanzielle Entschädigung eingefordert werden, falls der Internetanbieter nicht die vertraglich versprochene Internetgeschwindigkeit liefert.

Daneben hat sich LexFox seit seiner Gründung auf die Entwicklung einer Software konzentriert, um die Fallbearbeitung zu automatisieren und innerhalb kürzester Zeit neue Produkte bauen zu können: „Dank unserer proprietären Technologie benötigen unsere Vertragsanwälte und Rechtsanwaltsfachangestellte nun erheblich weniger Zeit zur Fallbearbeitung als noch vor zwei Jahren, “ erklärt Daniel Halmer, CEO LexFox: „Mit der Finanzierung werden wir neue Märkte und Rechtsgebiete erschließen und das Wachstumspotenzial unseres Unternehmens unter Beweis stellen.“

Halmer, der zunächst im Wirtschaftsrecht für Unternehmen tätig war und dann die Seiten gewechselt hat, um sich für Verbraucherrechte stark zu machen, beschreibt die Vision von LexFox wie folgt: „Europaweit gibt es immer mehr Verbraucherrechte. Diese Gesetze kommen bei den Menschen allerdings kaum an, da die Ansprüche oft zu klein sind, um dafür eine klassische Kanzlei aufzusuchen. Wir glauben, dass digitale Technologien dieses Problem lösen können. Indem Technologie die Kosten für die Evaluierung und Bearbeitung von Ansprüchen erheblich senkt, wird es ökonomisch attraktiv, auch sehr kleine rechtliche Ansprüche durchzusetzen. Digitale Rechtsdienstleistungen werden künftig also nicht nur Gesetze in gelebtes Recht überführen, es entsteht auch ein komplett neuer Markt.“

Internetverträge unterstreichen die Notwendigkeit und das Marktpotential der Lösungen von LexFox: Seit langem warnt die EU, dass DSL-Anbieter zu oft die vertraglich zugesicherte Internetgeschwindigkeit nicht leisten. Vor vier Jahren hat sie deshalb die Verordnung 2015/2120 erlassen, welche Verbrauchern theoretisch Anspruch auf Entschädigung zuspricht, wenn der Anbieter die vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Allerdings ist seitdem noch kein einziger Fall einer erfolgreich gerichtlich erstrittenen Entschädigung bekannt geworden. Gleichzeitig berichtet die Bundesnetzagentur in ihrem Jahresbericht, dass weiterhin mehr als jeder vierte Internetnutzer noch nicht einmal die Hälfte der zugesicherten Geschwindigkeit erhält.

 

Über LexFox

LexFox ist Deutschlands führende Plattform zur Durchsetzung von Verbraucherrechten. Das Berliner Legal Tech Unternehmen wurde Ende 2016 unter anderem von Rechtsanwalt Daniel Halmer gegründet und startete zunächst mit dem heute führenden Portal für Mieterrechte wenigermiete.de. Auf der Website können Mieter unter anderem die Mietpreisbremse durchzusetzen sowie Mieterhöhungen und Wohnungskündigungen abwehren. 2018 launchte LexFox mit Mehrabfindung.de eine Dienstleistung zur finanziellen Entschädigung bei unrechtmäßigen Kündigungen. Darauf folgte Weniger-internetkosten.de – ein Service zur finanziellen Entschädigung oder Auflösung des DSL-Vertrags, falls der Internetanbieter nicht die vertraglich zugesicherte Internetgeschwindigkeit liefern.

Im Gegensatz zu Anwaltskanzleien tragen die Kunden kein Kostenrisiko und müssen keine Vor-Ort-Termine wahrnehmen: Der Verbraucher macht in wenigen Klicks Angaben zu seinem Fall. Eine Gebühr wird nur dann fällig, wenn LexFox erfolgreich einen Anspruch durchgesetzt bzw. abgewehrt hat.

 

Über Earlybird

Earlybird ist ein Venture-Capital-Investor mit Fokus auf Technologieunternehmen in Europa. Der 1997 gegründete Kapitalgeber konzentriert sich auf Investments in verschiedenen Wachstumsphasen der Unternehmensentwicklung und bietet seinen Portfoliounternehmen nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch strategische und operative Unterstützung sowie den Zugang zu einem internationalen Netzwerk und zum Kapitalmarkt. Earlybird verwaltet Fonds in den Bereichen digitale Technologien in Ost- und Westeuropa, sowie in Health Technologies. Mit einem verwalteten Kapital von über 1 Mrd. Euro, sieben Börsengängen sowie 24 Trade Sales zählt Earlybird zu den erfahrensten und erfolgreichsten europäischen Wagniskapitalgebern.

Weitere Informationen auf: www.earlybird.com, Twitter: www.twitter.com/EarlybirdVC, LinkedIn: www.linkedin.com/company/earlybird-venture-capital oder Facebook: www.facebook.com/EarlybirdVC.

Quelle und Bildquelle: www.earlybird.com

 

 

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