Die Löwen kehren Lebensmittel-Rettungs-Startup SIRPLUS den Rücken, aber drei bekannte Impact Investoren finanzieren die Expansion

Die Löwen kehren SIRPLUS den Rücken, aber drei bekannte Impact Investoren finanzieren den Lebensmittelrettern aus Berlin ihre Expansion

Fast drei Millionen Deutsche verfolgten gestern Abend gespannt
den Fernsehauftritt der beiden SIRPLUS-Gründer bei DHDL. Keiner
der Löwen wollte in das nachhaltige Vorbild-Startup investieren,
doch Ecosia-Business-Angel Tim Schumacher, Benjamin Otto,
Enkel des Versandhaus-Gründers Prof. Werner Otto, und
juwi-Gründer Matthias Willenbacher investierten jetzt mehr als eine
halbe Million Euro, damit SIRPLUS mit dem Onlineshop nach ganz
Deutschland expandiert.

Berlin, 25. September 2019:
Vor 3 Jahren hätten sich die Gründer von SIRPLUS Raphael Fellmer und Martin Schott nicht vorstellen können einmal mit Investoren zusammen zu arbeiten. Die beiden haben sich jahrelang geldfrei gegen die Lebensmittelverschwendung eingesetzt, um nun gemeinsam mit Impact Investoren noch mehr Lebensmittel zu retten. Schon in den letzten zwei Jahren ist SIRPLUS stark gewachsen und hat jetzt unter www.sirplus.de einen neuen Online Shop aufgebaut, in dem sich jede*r ganz einfach in ganz Deutschland eine Retterbox nach Hause bestellen kann. Das vielfältige Unternehmen mit Menschen aus 20 verschiedenen Nationen hat schon über 2 Millionen Kilogramm Lebensmittel gerettet und startet 2020 mit Franchise-Rettermärkten durch. Das Berliner Team brennt für die gemeinsame Mission und gibt alles, um das Lebensmittelretten mainstream zu machen. Darunter sind viele Profis und Branchen-Experten, aber auch Geflüchtete wurden in das Team integriert, acht von ihnen schon in Ausbildung.
Auftritt bei der Höhle der Löwen und drei Impact Investoren – a.k.a “Herzens-Löwen”

Nach dem gestrigen Auftritt bei der beliebtesten Deutschen Startup-Show, bei der die Löwennicht investieren wollten, haben gleich drei Impact Investoren in das schnell wachsende Berliner Startup mit mittlerweile fast 100 Mitarbeitern eine größere 6-stellige Summe investiert. Der Unterschied zu den Löwen ist, dass es Impact Investoren nicht primär um Rendite geht, sondern ökologische und soziale Ziele im Vordergrund stehen. Tim Schumacher, Sonnenkönig und Bäumepflanzer Impact Investor Tim ist unter anderem bei der Solaranlagen-Plattform Zolar investiert. Er ist auch seit den Anfängen bei der Ökosuchmaschine Ecosia.org dabei, die schon 68 Millionen Bäume gepflanzt hat, und stiftete 2018 seine Anteile daran. Der Kölner ist begeistert von
SIRPLUS: “Bis jetzt esse ich nur in meiner Familie konsequent alle Reste auf, sehr zum Vergnügen meiner Frau und meiner Kinder. Ich freue mich wahnsinnig darauf, dabei zu helfen, dieses mir persönlich wichtige Thema ‘Vermeidung von Lebensmittelverschwendung’ jetzt richtig zu skalieren.“

Benjamin Otto, E-Commerce-Experte und Vorreiter für Nachhaltigkeit
Benjamin Otto ist Unternehmer und Mitglied des Aufsichtsrates der Otto Group, die mit dem Versandhändler Otto nach Amazon die Nummer 2 im deutschen E-Commerce ist. Er wird zusammen mit seiner Frau Janina Lin Otto das Lernzentrum LIFE aufbauen, in dem schon kleine Kinder, aber auch Schüler und später Gründer ihre Stärken ausleben sollen. Außerdem engagiert er sich mit der HHI Holistic Health Institute Stiftung für Heilung durch ganzheitliche, alternative Behandlungsmethoden. Gemeinsam mit Luis Hanemann, den wir schon von foodsharing Zeiten kennen, wo er von Beginn an ein großer Unterstützer war,
fokussiert sich Benjamin auf Startups, die eine positive Wirkung auf unsere Welt haben. Luis Hanemann ist Partner von e.ventures und Ex-CMO von Rocket Internet. Er sagt: “Im Zeichen der Klimakrise braucht es neues Denken. Wir brauchen schnelle, nachhaltige und vielfältige Lösungen, um eine lebenswerte Welt zu erhalten. SIRPLUS verkörpert dieses neue Denken. Ich kenne Raphael und Martin schon seit vielen Jahren aus der foodsharing Bewegung und weiß, dass Ihre Motivation die Richtige ist. Daher sind wir froh, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.”

Matthias Willenbacher, Energiewende-Pionier der ersten Stunde
Er gründete juwi, das Windparks und andere Erneuerbare-Energien-Projekte entwickelt, und baute das Unternehmen auf eine Größe von über 1.500 Mitarbeiter*innen auf. Matthias Willenbacher brennt seit fast 30 Jahren für die Energiewende und hat bereits 2013 sein Buch “Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin” geschrieben, um die Regierung um Bundeskanzlerin Merkel dazu zu bewegen, schnellstmöglich auf erneuerbare Energien umzusteigen. Neben vielen weiteren Engagements ist Matthias heute Geschäftsführer von
WiVenture, einem auf die Förderung nachhaltiger Startups fokussierten Venture Capital Geber. Mit seiner Expertise und seinem Geld unterstützt er, neben vielen anderen, das Startup Sono Motors, das das erste seriengefertigte Elektroauto bauen wird, dessen Batterie sich auch durch die Sonne aufladen lässt, sowie Tomorrow, die Girokonto-App, die nicht in schädliche, sondern nachhaltige Branchen investiert und Bäume bei der Bezahlung pflanzt.
Matthias freut sich, an Bord zu sein: “Ich liebe SIRPLUS, weil das Team das Thema Lebensmittelretten groß gemacht hat und sich mit einer enormen Energie und Strahlkraft dafür einsetzt.”
SIRPLUS plant deutschlandweit Franchise-Rettermärkte für gerettete Lebensmittel Nachdem die Berliner Lebensmittelretter mittlerweile 3 eigene Rettermärkte eröffnet haben und zusammen mit dem Onlineshop www.sirplus.de bereits 120.000 Kunden mit abgelaufenen, aber noch bestens genießbaren Lebensmitteln beglückten, planen sie jetzt die Expansion nach ganz Deutschland und später Europa. Das Impact Startup, welches innerhalb von 2 Jahren mehrere Millionen Kilogramm Lebensmittel gerettet hat, wird nun mit
frischem Kapital weiter wachsen. Neben dem Ausbau der Logistik und dem Onlineshop wird SIRPLUS 2020 seine Eigenmarke aus überschüssigen Lebensmitteln in herkömmliche Supermärkte nach ganz Deutschland bringen. Dabei liegt es den Gründern am Herzen, dass SIRPLUS die Tafeln und foodsharing nur ergänzen und nur das abholen was diese nicht
retten können oder wollen.
Privatanleger können per Crowdinvesting in SIRPLUS investieren
Über die digitale Investment-Plattform WIWIN ermöglicht Matthias Willenbacher allen Menschen in nachhaltige Geldanlagen zu investieren. Nach zwei erfolgreichen Crowdfunding Kampagnen startet SIRPLUS im letzten Quartal 2019 mit WIWIN eine Crowdinvesting Kampagne, bei der Privatanleger bereits ab 100€ investieren können und das Geld nach ein paar Jahren verzinst zurückgezahlt bekommen.

Hintergrundinfos & Geschichte von SIRPLUS
Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung begann mit 5 Jahren Geldstreik. Alles begann als Raphael Fellmer 2009 erfuhr, dass die Hälfte aller Lebensmittel in Europa verschwendet werden – um dagegen etwas zu unternehmen wurde er zum Mülltaucher.
2010 begann er seinen 5 1⁄2 jährigen Geldstreik, reiste per Anhalter um die halbe Welt, um nach seiner Rückkehr 2012 die Lebensmittelretter-Bewegung (heute foodsharing) zu gründen und großwerden zu lassen. Er wollte Bewusstsein für die Lebensmittelverschwendung und die Lösungen dieser schaffen. Der Familienvater war Gast bei unzähligen TV-Shows, wurde zur Galionsfigur der Lebensmittelretter und schrieb ein Buch. Seitdem arbeiten die beiden Berliner Freunde ununterbrochen an ihrer Mission, die
Lebensmittelverschwendung zu beenden und ihre Vision von einer Welt in der alle Menschen genügend zu essen haben Realität werden zu lassen.
Geld als Mittel für den Wandel Lange haben die beiden Waldorfschüler Raphael und Martin Geld als Mittel zur Veränderung abgelehnt, aber durch die jahrelangen Erfahrungen vom rein ehrenamtlichen Lebensmittelretten haben sie erkannt, dass sie sich dadurch limitieren: “Wir haben nicht mal mehr neun Jahre, um die globalen Treibhausgasemissionen massiv zu reduzieren, um das
Pariser Klimaabkommen zu erreichen und damit die gemittelte Erderwärmung von 1.5°C nicht zu überschreiten, und um das zu schaffen müssen weltweit hunderte Milliarden in eine enkeltaugliche Wirtschaft investiert werden”, so der passionierte Lebensmittelretter Raphael.
Lebensmittelverschwendung weltweit für 8% aller Treibhausgase verantwortlich
Wäre die Lebensmittelverschwendung ein Land, wäre es nach China und den USA der drittgrößte Emittent an Treibhausgasen. Doch die 1.6 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Wert von 1.200 Milliarden Dollar die weltweit jährlich weggeschmissen werden, sind auch ein ethisches Desaster, so der studierte Ingenieur Martin: “Es ist moralisch einfach nicht länger tragbar, dass immer noch über 800 Millionen Menschen an Unterernährung leiden, obwohl wir mit allen verschwendeten Lebensmitteln alle hungernden Menschen viermal
ernähren könnten. Heute müsste niemand mehr hungern.”

Weitere Informationen: https://sirplus.de

BILD: SIRPLUS-Team © SIRPLUS

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