Neues Zeitalter der Datenspeicherung – Startup MicroStream erhält Investitionskapital in Millionenhöhe

  • Das Regensburger Startup MicroStream überzeugt Investoren mit einem komplett neuen Ansatz zur digitalen Speicherung von Daten.
  • Zu den Kapitalgebern gehören der Bayern Kapital Innovationsfonds EFRE, die H&S Investment GmbH sowie zwei Business Angels.
  • Die Finanzierungsrunde kommt über das BayStartUP Investoren-Netzwerk zustande.

Regensburg, 05.12.2019. Das Regensburger Software-Startup MicroStream will mit seiner Software die Technik der Datenspeicherung revolutionieren und teure Datenbanksysteme überflüssig machen. Möglich ist das, indem durch die MicroStream-Technologie aufwendige Datenstruktur-Umwandlungen entfallen, die bisher zwischen Programmiersprachen und Datenbanksystemen erforderlich waren. Das überzeugte nun Investoren: in einer ersten Finanzierungsrunde sammelt das Unternehmen aus Regensburg eine siebenstellige Summe ein. Das Kapital soll in die Markteinführung, den Unternehmensaufbau sowie die Entwicklung einer Cluster-Software in der Cloud investiert werden. Investoren sind der Bayern Kapital Innovationsfonds EFRE, die H&S Investment GmbH sowie Business Angels aus Berlin und Zürich. Alle Kapitalgeber kommen aus dem BayStartUP Investoren-Netzwerk.

„MicroStream ist keine weitere NoSQL-Datenbank unter vielen, sondern eine fundamental neue Speichertechnologie, die nicht nur geeignet ist, um den gesamten Markt für Datenbanken, sondern auch den heutigen Markt für In-Memory-Computing für immer zu verändern. Neben der Technologie hat uns auch das hochskalierbare Geschäftsmodell sowie das Gründerteam selbst überzeugt“, erklären Dr. Martin Heubeck und Ulrich Stommel, beide Gründer und Geschäftsführer der H&S Investment GmbH. Das Besondere an der MicroStream-Software: das Unternehmen entwickelt die erste Speichertechnologie, die Daten genauso speichert wie sie Programmiersprachen im Hauptspeicher verwalten. Zum Vergleich: alle heute gängigen Programmiersprachen nutzen für die Datenspeicherung einen Umweg über externe Datenbanksysteme. Diese sogenannten relationalen Systeme stammen aus den 1960er Jahren und speichern Daten in Tabellen, während Programmiersprachen mit sogenannten Objekten arbeiten. Den enormen Konvertierungsaufwand der dabei zwangsläufig entsteht, umgeht MicroStream. Sämtliche Datenbankabfragen werden bis zu 100 Mal schneller ausgeführt. Anwendungen können deutlich größere Datenmengen bewältigen, Daten in Echtzeit verarbeiten und benötigen gleichzeitig signifikant weniger Rechenleistung. Bis zu 80 Prozent Einsparungen bei den Infrastrukturkosten sind möglich, insbesondere in der Cloud. Ohne die Notwendigkeit eines externen Datenbanksystems sinken Komplexität, Implementierungsaufwand und Entwicklungskosten um bis zu 60 Prozent, Anwender profitieren zudem von einer kürzeren Time-to-Market. Nachdem die Technologie vier Jahre lang produktiv für die Verarbeitung hochkomplexer Compliance-Daten bei einem der weltweit größten Versicherer eingesetzt wurde, ist MicroStream seit September frei am Markt verfügbar. MicroStream wurde von German Accelerator ausgewählt und geht über den Inkubator Anfang 2020 ins kalifornische Silicon Valley, um dort eine große Series-A Finanzierungsrunde und die Internationalisierung vorzubereiten.

Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital, sagt: „Die Entwicklungen der letzten Jahre in der IT-Industrie erfordern eine zunehmend schnellere Verarbeitung von immer größeren Datenmengen. Das MicroStream-Team hat eine Hightech-Lösung für Software-Entwickler geschaffen, die den Zugriff auf Datenbanken deutlich vereinfacht und beschleunigt. Für die Endkunden bedeutet dies kürzere Zugriffszeiten und damit eine höhere Performance der Anwendungen, bei gleichzeitig geringerem Verbrauch von Rechenkapazität. Das wirkt sich auf praktisch auf jede Anwendung positiv aus, von der klassischen Unternehmenssoftware über digitalisierte Unternehmensprozesse bis hin zu modernen Lösungen im Bereich Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Automotive und Virtual Reality. Wir sehen hierfür einen großen und attraktiven Markt.“

Markus Kett, Co-Founder und CEO von MicroStream, sagt: „Wir sind davon überzeugt: die Datenspeicherung sollte nicht durch ein externes Datenbanksystem erfolgen, sondern am besten durch die Programmiersprache selbst. Unsere Technologie hat bei Großprojekten für die Möbelindustrie und Versicherungsbranche so gut funktioniert, dass wir uns entschieden haben zu gründen und unsere Technologie weltweit zu vermarkten. Mit ihr wird nicht nur der Einsatz teurer Datenbanksysteme wie Oracle überflüssig, auch heutige In-Memory-Technologien, die man bislang noch zusätzlich zur Beschleunigung herkömmlicher Datenbanksysteme braucht, sind damit nicht mehr notwendig. Unser Ziel ist es, den Markt für Datenbanksysteme und In-Memory Computing zu revolutionieren.“

 

Weitere Informationen: www.microstream.one

 

BILD: MicroStream-Founder © MicroStream

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