Bayern Kapital investiert erneut in TriOptoTec aus Regensburg

Landshut/München, 03. Februar 2020.
Innovative Technologie gegen multiresistente Keime:
Bayern Kapital beteiligt sich im Rahmen einer Serie-B-Runde erneut an der TriOptoTec GmbH aus Regensburg. Das Start-up hat auf Basis der sogenannten Photodynamik ein innovatives Verfahren entwickelt, um jegliche Arten von Oberflächen – insbesondere in Krankenhäusern oder Altenheimen–dauerhaft und umweltschonend zu desinfizieren.
Dadurch kann die Belastung mit Keimen um bis zu99,9999 Prozent reduziert werden. Weitere Investoren in dieser Runde in Gesamt höhe von zwei Millionen Euro sind CD-Venture sowie mehrere Business Angels.
Mit den neuen finanziellen Mitteln möchte das junge Unternehmen die Vermarktung und Vertriebsaktivitäten für sein Desinfektionsprodukt DYPHOX vorantreiben. Bayern Kapital hatte sich bereits im Jahr 2017 gemeinsam mit mehreren Business Angels an der Serie-A-Runde des Start-ups beteiligt.TriOptoTec mit Sitz in Regensburg und aktuell 10 Mitarbeitern ist eineAusgründung des dortigen Universitätsklinikums Regensburg (UKR). Die ursprünglich aus der Krebstherapie (weißer Hautkrebs) stammende Technologie hatte das 2010 gegründete Start-up weiterentwickelt, um die desinfizierende Wirkung auch in anderen Bereichen zur Anwendung zu bringen. Unter dem Namen DYPHOX hat TriOptoTec nun ein antimikrobielles Wirkstoffsystem auf Basis der sogenannten Photodynamik auf den Markt gebracht. Die Wirkweise: Einsogenannter photodynamischer Katalysator wird als Zusatz zu Oberflächenlacken oder -farben beigemischt. Durch die Verbindung mit Lichtenergie – gleich ob natürliches oder künstliches Licht – verwandelt dieser Zusatz den Sauerstoff aus der Umgebungsluft in einen hochreaktiven Sauerstoff. Dieser zerstört Mikroorganismen direkt und schnell, was deren Zahl auf Oberflächen um bis zu 99,9999 Prozent reduzieren kann und somit einen wirkungsvollen Schutz gegen Infektionen bietet.
Die Wirksamkeit des für Menschen vollkommen ungiftigen Verfahrens wurde in einer aktuellen Studie am UKR sowie am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg getestet und in der international renommierten Fachzeitschrift Journal of Hospital Infection publiziert. Für die Technologie hält TriOptoTec aktuell sieben Patente. Hauptanwendungsgebiet sind Krankenhäuser, die generell daran interessiert sind, die Keimbelastung so gering wie möglich zu halten – gerade in Hinblick auf multiresistente Keime. Jedes Jahr infizieren sich nach Schätzungen rund 600.000Patienten in deutschen Krankenhäusern mit Keimen, wovon bei rund 15.000 Patienten die Infektionen tödliche Folgen haben. Nach Schätzungen wäre mindestens ein Drittel dieser Fälle mit entsprechender Hygiene oder wirkungsvoller Desinfektion vermeidbar. DYPHOX wird entweder ab Werk oder nachträglich beispielsweise auf Krankenhausbetten, -tischen oder bei –sanitärprodukten aufgebracht.
Xaver Auer, Geschäftsführer von TriOptoTec sagt: „Trotz umfangreicher, standardiserter Hygienemassnahmen sind Keime nach wie vor ein großes Problem in Krankenhäusern und im gesamten Gesundheitsbereich. Wir sind überzeugt, dass unsere völlig ungiftige Technologie entscheidend dabei helfen kann, viele Infektionen zu vermeiden und damit das Gesundheitswesen ein Stück weit sicherer zu machen. Nachdem wir das Produkt zur Marktreife entwickelt und die Wirksamkeit nachgewiesen haben, wollen wir nun die Vermarktung und Vertriebsaktivitäten vorantreiben.“ Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital, sagt: „Die Technologiea dressiert ein großes Problem und hat seine Wirksamkeit bereitseindrucksvoll unter Beweis gestellt. Was besonders vielversprechend ist: DYPHOX ist leicht zu verarbeiten und kann neben dem Gesundheitswesen auch in vielen anderen Bereichen – von der Industrie bis hin zu Lebensmittelverpackung – angewendet werden. Daher verspricht die Technologie von TriOptoTec ein großes Marktpotential.“
Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter folgendem Link: https://www.ukr.de/service/aktuelles/06094.php
Über die TriOptoTecGmbH:
TriOptoTec mit Sitz in Regensburg und aktuell 10 Mitarbeitern ist eine Ausgründung des dortigen Universitätsklinikums UKR. Die ursprünglich aus der Krebstherapie (weißer Hautkrebs) stammende Technologie wurde in der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Wolfgang Bäumler weitererforscht,um sie auch gegen krankmachende Keime zur Anwendung bringen zu können. Das 2017 gegründete Start-up TriOptoTec hat die Technologie weiterentwickelt und unter dem Namen DYPHOX nun ein dauerhaft aktives antimikrobielles Wirkstoffsystem auf Basis der sogenannten Photodynamik auf den Markt gebracht. DYPHOX kann als Additiv in Lacke, Drucklacke, Wandfarben, Silikone und Flüssigkeiten eingebracht werden oder ist als Wischtuch, Sprüh-und Wischlösung für eine nachträgliche Beschichtung von Oberflächen erhältlich.Diese permanente antimikrobielle Wirkung auf Oberflächen jeglicher Art schließt Hygienelücken dauerhaft und reduziert das Risiko der Weitergabe von Keimen signifikant. Mit Xaver Auer verfügt TriOptoTec über einen erfahrenen CEO, um das Unternehmen zu einem der führenden Unternehmen für antimikrobielle Oberflächentechnologien aufzubauen. DYPHOX wird unter
anderem im Gesundheitswesen, im öffentlichen Bereich und Bürogebäuden, der Medizintechnik, der Verpackungsindustrie, dem Transportwesen, der Lebensmittelindustrie, der Gastronomie und im Maschinenbau eingesetzt.
ÜberBayernKapital:
Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit elf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 325 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 305 Millionen Euro Beteiligungskapital in über 270 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern über 7.500 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden.
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