Münchner Startup Scompler erhält ein Millioneninvestment

Scompler veröffentlichte:

Wer Content kanalübergreifend und themenzentriert managen will, kommt an Scompler nicht mehr vorbei!“

Scompler erhält ein Millioneninvestment und wird zum „Content OS“, ein umfassendes Betriebssystem für Strategisches Content Marketing (SCOM) und Corporate Newsrooms

Von Mirko Lange

Das zweite Quartal 2020 beginnt gut für Scompler. Sehr gut. Trotz Corona. Wir haben da einerseits eine Millionen-Finanzierungsrunde abgeschlossen: Der Frankfurter „main incubator“ (der Technologieinvestor der Commerzbank) und Bayern Kapital (die Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern) sind nun mit jeweils zehn Prozent an uns beteiligt. Wir haben andererseits einen riesigen Schritt bei der Entwicklung der Plattform gemacht: Unser „Scompler 2020 Release“ im Februar war das größte Feature-Update seit unserer Gründung. Damit wird immer einfacher, was mit herkömmlichen Ansätzen zu komplex, im Grunde sogar nahezu unmöglich ist: Content unternehmensweit kanalübergreifend und themenzentriert zu managen. Mehr als 100 Kunden tun das inzwischen – und das mit 5 bis 200 Mitarbeitenden im System. 

Zusätzlich freuen wir uns über eine ganze Reihe neuer Beratungs- und Technologie-Partner, darunter SinnerSchrader/Accenture, Mediamoss, Fanpage Karma, pressrelations, Talkwalker, Canva und neuroflash. Damit konnten wir das Scompler-Ökosystem deutlich ausbauen und bieten ein fast einzigartiges „Whole-Product“ aus Methodik, Beratung und Software. Nach vier Jahren am Markt ist das ein klarer Proof-of-Concept, mit dem wir nun auch Investoren überzeugen konnten. All das ist ein kräftiger Schub für unsere Mission: Nämlich „SCOM“ und Scompler zu „dem Content-Betriebssystem“ für die gesamte Kommunikation im Unternehmen zu machen.

Die Themenarchitektur ist das Herzstück von Scompler. Hier sind Themen, Stories und Beiträge klar strukturiert und auf eine zentrale Content Mission ausgerichtet, entweder die Marke oder eine speziell für das Content Marketing entwickelte Leitidee. Der Content wird kanalübergreifend in Stories geplant, egal ob für Social Media, SEO, Pressemitteilung, Intranet-News oder Website Text.

Liebe Kunden, liebe Interessenten, liebe Fans, liebe Kritiker und hochverehrte Skeptiker,

die Kommunikationswelt hat sich in den letzten fünf Jahren dramatisch verändert, und durch Corona gibt es jetzt eine weitere Zäsur. Dabei sind vor allem in den letzten Monaten zwei Dinge deutlich geworden: Einerseits sind nur wenige Unternehmen technisch, kulturell und organisatorisch gut genug aufgestellt, um die Komplexität von Kommunikation in der heutigen Zeit angemessen zu managen. Als Stichworte dienen hier „New Work“ und „Home Office“ aber auch „Silos“, „Digitalisierung“ und „Krisenkommunikation“. Wenn zwei davon zusammenkommen, wird es meistens schon überfordernd.

Andererseits tun Unternehmen gut daran, sich nicht nur organisatorisch neu aufzustellen, sondern auch ihre Art zu kommunizieren nachhaltig zu verändern, vor allem wenn sie künftig eine Rolle im Leben ihrer Kunden spielen wollen. Um das zu schaffen reicht es nicht mehr, sein Marketing nur auf Sichtbarkeit, Reichweite, Aufmerksamkeit oder inhaltsleeres Engagement auszurichten – und schon gar nicht, einfach nur irgendwie „Kanäle zu bespielen“. Dafür ist der Wettbewerb zu stark, Botschaften sind zu austauschbar, Content schlichtweg zu viel, der Konsument zu kritisch und generische Emotionalisierung zu allgegenwärtig.

Bedeutung ist die neue Emotion!

Vielmehr kommt es darauf an, mit einer klaren Story kanalübergreifend und konsistent Authentizität sowie individuelle Bedeutung zu vermitteln – und das intern wie extern. Wer das nicht schafft, für den wird es immer schwieriger, seine Kunden und Stakeholdern überhaupt noch zu erreichen. Und das gilt für jede Unternehmung, egal ob B2B oder B2C, egal ob klein, groß oder Konzern, und egal ob kommerzielles Unternehmen, NGO oder Partei.

Um das zu leisten stehen wir alle, jede einzelne Kommunikationsdisziplin im Unternehmen ebenso wie Berater und Agenturen, vor einer komplexen und herausfordernden Aufgabe. Die verstärkt diskutierten Lösungsansätze der letzten Monate und Jahre helfen dabei nur allerdings nur sehr bedingt weiter, schon gar nicht, wenn sie nur Insellösungen sind: der „Newsroom“ ebenso wie „Content Marketing“ und „Purpose“, aber auch „Marketing Automation“, „Künstliche Intelligenz (KI)“ und „Big Data“. Sie dürfen nicht nur eine technische Hülle bleiben, sie müssen mit Leben und Sinn ausgefüllt werden.

„90% of brands will practice at least one form of marketing personalization, but content will be the bottleneck and cause of failure.“
(Gartner, Magic Quadrant Content Marketing Platforms, April 2019)

Und das bedeutet: Für einen Newsroom reicht es nicht, einen Raum mit Stehtisch und großem Monitor einzurichten, wenn dann nicht auch die entsprechenden Prozesse eingeübt und die Haltung hinter dem Newsroom gelebt wird. Für Content-Marketing ist es nicht genug, auf einmal Whitepaper, Podcasts und How-tos anstatt von Broschüren, Flyern und Anzeigen zu gestalten, wenn man damit nicht auch wirklich Nutzen stiftet. Ebenso bringt SEO nichts, wenn man nur hunderte keywordoptimierte Texte produziert, die dann aber keine Autorität und Glaubwürdigkeit generieren. Und „Purpose“ springt zu kurz, wenn man dazu nur eine Werbekampagne mit einem wahlweise rührseligen oder begeisternden Video produziert, aber dann nur einen Call-to-action „Jetzt kaufen“ (oder: „Jetzt Mitglied werden“) dranhängt.

Die Kollaborations- und Workflow-Funktionenen spielen bei Scompler eine wichtige Rolle. Sie ersetzen E-Mail und ermöglichen eine transparente Zusammenarbeit in Echtzeit – ein Faktor, der aktuell immer wichtiger wird, wenn die Mitarbeiter an verschiedenen Standorten arbeiten, inklusive Home-Office. Bitte auf das Vergrößerungs-Icon klicken, um die Screens im Vollbild zu sehen. 

Auf der anderen Seite ist das Potenzial für taktische Optimierungen zwar noch lange nicht ausgeschöpft, und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Natural Language Processing (NLP) und Automatisierung werden in Zukunft die Arbeit der Mitarbeiter vereinfachen und zu Effizienz- sowie Effektivitätssteigerungen beitragen.

„A Fool with a tool is still a fool.“ (Internet)

Aber die wichtigste Aufgabe kann Technik alleine nicht leisten, nämlich Kontext, Sinn und Orientierung zu geben. Hierfür braucht es vor allem disziplinübergreifende Kommunikations-Strukturen, eine klare Kommunikations-Mission, die von allen Mitarbeitern getragen wird, und eine neue Qualität von Transparenz und Kollaboration. „Integrierte Kommunikation“ ist jahrzehntelang eine Utopie gewesen. In der hypervernetzten Welt ist sie aber inzwischen eine Notwendigkeit – und dank neuer Erkenntnisse, Methoden und Technologien ist diese Notwendigkeit auch umsetzbar.

Scompler enthält jede Art von Content, der im Unternehmen produziert wird. So ist Scompler der „Single Point Of truth“. Die vielen unterschiedlichen Ansichten, die sich durch intelligente Filter anpassen lassen, schaffen dabei sowohl Überblick als auch Transparenz. Zudem lässt sich durch ein ausgefeiltes Rechtemanagement festlegen, wer was sehen darf. Bitte auf das Vergrößerungs-Icon klicken, um die Screens im Vollbild zu sehen.

Gute Lieder statt lauter Töne, „La Mannschaft“ statt Einzelaktionen

Im Moment setzen Unternehmen unserer Einschätzung nach einen zu starken Fokus darauf, die individuellen Fähigkeiten ihrer Einzeldisziplinen zu verbessern, quasi das ‚wie‘. Das ist so, als wollen die Mitglieder eines Orchesters jeweils immer lauter, oder die einzelnen Spieler einer Fußballmannschaft immer spektakulärer spielen. Operative Fertigkeiten sind wichtig, aber das größte Potenzial liegt im Zusammenspiel, also dem ‚was‘ und vor allem dem ‚wozu‘: Orchester müssen nicht nur viele laute Töne produzieren, sondern gemeinsam das richtige Lied. Und im Fußball gewinnen heute die Spielsysteme, also „die Mannschaft“, nicht die Individualspieler. Nicht selten ist eine Mannschaft perfekt eingespielter mittelmäßiger Spieler einem Ensemble von egozentrierten Superstars überlegen.

„Ohne eine professionelle Orchestrierung lassen sich die Erwartungen an Kommunikation im Sinne eines unternehmerischen Auftrags nicht mehr erfüllen.“ Thomas Kötter, Leiter Kommunikation Flughafen Düsseldorf GmbH

Kommunikation als Gesamtsystem zu organisieren geht aber nicht mit Excel, E-Mail und Sharepoint. Um die Komplexität zu managen, braucht es auf Kommunikationsmanagement spezialisierte Technologie, und die muss durch einen integrierten Ansatz gestützt werden. Das ist die Mission und die Domäne von Scompler. Scompler befähigt Unternehmen, Kommunikation und Marketing übergreifend zu steuern, und das sowohl strategisch als auch operativ. Und dafür spielen bei Scompler Technologie und Methodik Hand in Hand. Damit verändert sich auch die Rolle von Agenturen und Beratern, die dann spezifischer Ideen zuliefern und als Coach und Enabler unterstützen können. Mit der richtigen Einführung wird mit Scompler auf einmal einfach und steuerbar, was vorher komplex und überfordernd war.

Weitere Informationen: https://scompler.com

BILDRECHTE: Scompler

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