Produktionsplattform Arculus erhält 16 Millionen Euro in Series A-Finanzierungsrunde

Skalierung der weltweit ersten modularen Produktionsplattform: Arculus erhält 16 Millionen Euro in Series A-Finanzierungsrunde

  • Entwicklung der weltweit ersten modularen Produktionsplattform: Arculus wandelt starre Fließbandfertigung in einen flexiblen und skalierbaren Produktionsprozess für die effizientere Fertigung hochkomplexer Produkte.
  • Atomico führt die Finanzierungsrunde an. Kapital für Produktentwicklung, Kundenakquise und globale Expansion.
  • Bereits bestehende Zusammenarbeit von Arculus mit Audi in der Automobilbranche, mit Siemens in der Robotik und Viessmann in der Logistik.
  • Siraj Khaliq (Partner, Atomico) tritt im Zuge der Finanzierungsrunde Arculus’ Aufsichtsrat bei.

Ingolstadt, der 19. Mai 2020 – Arculus, die weltweit erste modulare Produktionsplattform, erhält in einer Series A-Finanzierungsrunde 16 Millionen Euro. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Atomico, auch der Visionaries Club und der Bestandsinvestor La Famiglia beteiligen sich. Das Kapital soll in die Produktentwicklung, den Ausbau der Kundenbasis sowie die weltweite Expansion fließen. Arculus verfolgt das Ziel, die eindimensionale Montagelinie des 20. Jahrhunderts in moderne und flexible modulare Produktionsverfahren umzuwandeln. Dies ermöglicht die effizientere Fertigung komplexer Produkte. Siraj Khaliq (Partner, Atomico) tritt im Zuge der Finanzierungsrunde dem Aufsichtsrat des Unternehmens bei.

 

Fabian Rusitschka, Mitgründer und CEO von Arculus, betont: „Hersteller können heute kaum vorhersagen, welche Produkte ihre Kunden in der Zukunft verlangen. Dennoch müssen in Produktionssysteme investieren, die über Jahre einen spezifischen Output liefern. Durch die modulare Produktion können wir nun den Prozess optimieren, unabhängig vom Volumen oder dem Mix der zu produzierenden Güter. Der Wandel in der Fertigung, weg von der linearen hin zur maßgeschneiderten Produktion, ist seit Jahren überfällig – und für Hersteller, mit Blick auf die kommenden Jahrzehnte und dem schwankenden Kaufverhalten der Verbraucher, überlebenswichtig.”

 

Fast jedes Unternehmen, welches physische Produkte verkauft, verfügt über eigene Produktionslinien. Dies macht die Fertigung laut dem Rechercheinstitut Brookings mit einem Volumen von 8,3 Billionen US-Dollar und 300 Millionen Beschäftigten zu einem der größten Industriezweige weltweit. Allerdings haben sich die Produktionsprozesse kaum verändert, seit Henry Ford zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Techniken der Massenproduktion entwickelte. Noch immer stehen Förderbänder und starre Abläufe, die vor Beginn der Produktion angelegt und entworfen wurden, im Vordergrund.

 

Jedoch steigt die Nachfrage nach individuellen Produkten. Zugleich beschleunigen sich die Innovationszyklen. Die lineare Fertigung kann mit dieser Entwicklung nicht mehr Schritt halten. Schließlich nehmen in den klassischen heutigen Herstellungsverfahren die involvierten Einheiten in verschiedenen Phasen des Prozesses unterschiedlich viel Zeit in Anspruch. Dies stört den komplexen Prozess und reduziert die Effizienz.

 

Arculus hat in diesem Zuge die weltweit erste modulare Produktionsplattform entwickelt, bestehend aus in Echtzeit steuerbarer Software sowie autonomen, mobilen Robotern (genannt: „Arculees“). Eine Fabrik mit modularer Produktion besteht aus verschiedenen Stationen, an denen einzelne Aufgaben ausgeführt werden. Die Roboter bewegen die Produktionsgegenstände automatisch zwischen diesen Modulen – je nachdem, welche Stationen zu diesem Zeitpunkt frei sind. Arculus transformiert so die eindimensionale Montagelinie in skalierbare und flexible Montagemodule. Hersteller können auf diese Weise komplexe und individualisierte Produkte produzieren.

 

Siraj Khaliq, Partner bei Atomico, erklärt: „Angesichts der Komplexität, den kundenspezifischen Bedürfnissen und den schnellen Innovationszyklen, die heutzutage mit der Fertigung verbunden sind, erfüllt das eindimensionale Fließband nicht mehr die Ansprüche produzierender Unternehmen. Stattdessen müssen sie auf modulare Produktionsmethoden umsteigen. Allein in der Autoindustrie besteht durch die Anwendung der modularen Produktion ein Einsparpotenzial von 90 Milliarden US-Dollar. Einige der größten Hersteller setzen Arculus bereits ein – und aufgrund des fähigen Teams unseres Unternehmens sind wir überzeugt, dass Arculus auf bestem Wege ist, die Art und Weise der Produktion für immer zu verändern.”

 

Arculus’ Technologie steigert die Produktivität der Mitarbeiter um 30 Prozent und reduziert den Platzbedarf um 20 Prozent. Bei vollständiger Implementierung sparen Anwender jährlich bis zu 155 Millionen Euro pro Anlage.

 

Seit der Gründung 2016 hat Arculus mit Spitzenunternehmen aus verschiedenen Branchen zusammengearbeitet. Darunter mit Siemens in der Robotik, Viessmann, dem führenden Unternehmen für Heizung, Lüftung und Klimatechnik, in der Logistik und Audi in der Automobilbranche. Darüber hinaus verfügt Arculus über ein starkes Team von über 40 Software-Entwicklern, Architekten, Ingenieuren und Produktionsexperten. Einige der führenden deutschen Unternehmer, darunter Hakan Koc (Gründer, Auto 1), Johannes Reck (Gründer, GetYourGuide), Valentin Stalf (Gründer, N26) sowie die Gründer von Flixbus, unterstützen das Unternehmen. Bis 2025 arbeitet Arculus mit einer Reihe von Herstellern verschiedener Branchen – etwa aus der Luft- und Raumfahrt, aus der Automobilindustrie oder Herstellern von Computerhardware oder Unterhaltungselektronik – zusammen.

 

 

Über arculus:

Das Ingolstädter Unternehmen Arculus transformiert das eindimensionale Montageband des 20. Jahrhunderts mit der weltweit ersten modularen Produktionsplattform. Arculus arbeitet mit einigen der weltweit führenden Unternehmen zusammen, darunter Siemens in der Robotik, Viessmann in der Logistik und Audi in der Automobilindustrie. Zu dem über 40-köpfigen Team von Arculus gehören Softwareentwickler, Architekten, Ingenieure und Produktionsexperten von Weltrang.

 

Über die modulare Produktion:

Die modulare Produktion ist ein Produktionsprozess, der die linearen Stationen der heutigen eindimensionalen Montagelinie transformiert und sie zu unabhängigen Modulen macht. Dies ermöglicht eine größere Effizienz und Anpassung an die Kundenwünsche. Die Produkte werden von autonomen mobilen Robotern zu verschiedenen Stationen transportiert. Diesem System liegt die Montageprioritätenkarte zugrunde; eine Übersicht von Abhängigkeiten, die alle Prozesse verbindet, die zur Fertigstellung jedes einzelnen Produkts erforderlich sind. Die modulare Produktion ist die bedeutendste Verbesserung der Massenproduktion seit der Erfindung des Montagebandes durch Henry Ford.

 

Über Atomico:

Atomico ist ein Wagniskapitalgeber mit Sitz in London. Basierend auf der eigenen tiefergehenden operativen Erfahrung unterstützt Atomico ambitionierte europäische Gründer, getrieben von ihrer Mission, bei ihrem Wachstum. Seit der Gründung im Jahr 2006 arbeitete Atomico mit über 100 ehrgeizigen Teams – darunter auch Supercell, Graphcore, Omio, Klarna, Lilium, MessageBird, Gympass oder The Climate Corporation. Atomicos Team aus Gründern, Investoren und operativen Führungskräften war für das globale Wachstum, HR und Marketing bei Unternehmen wie Skype, Google und Uber bis hin zu Twitter und Spotify zuständig. Derzeit verwaltet der Wagniskapitalgeber Assets von 2,7 Milliarden US-Dollar.

BILDRECHTE: ARCULUS

 

Auto Abo Plattform FAAREN sichert sich eine weitere Finanzierungsrunde
Osborne Clarke advises PEAT on acquisition of SalesBee

Ähnliche Beiträge

Menu