Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investiert einen sechsstelligen Betrag in das Leipziger eHealth-Startup sciendis. Das Investment dient dem Markteintritt und der weiteren Produktentwicklung der App Wundera. Das Programm ermöglicht die digitale und teilautomatisierte Dokumentation der Behandlung und Versorgung chronischer Wunden wie offenen Beinen oder Dekubitus in Pflegeheimen. Wundera hilft signifikant, Fehler bei der Übertragung der Daten sowie daraus folgende Fehlentscheidungen zu reduzieren. Zudem hat das Pflegepersonal durch die Nutzung der App mehr Zeit für die aktive Betreuung der Patienten.

Die Daten werden sprachgesteuert in der App erfasst und direkt in das bestehende Pflegedokumentationssystem übertragen. Dadurch entfällt eine zusätzliche Bearbeitung. Der Dokumentationsprozess ermöglicht so eine optimale und durchgängige Behandlung und Einschätzung der Wunden, wodurch das Pflegepersonal effizienter arbeiten kann.

Die Gründer Michael Aleithe (CEO) und Philipp Skowron (CTO) kamen auf die Idee zu der App, weil Pflegebedürftige im Familienkreis davon betroffen sind: „Wir wollen mit unserer App das Pflegepersonal entlasten und den administrativen Aufwand minimieren, damit mehr Zeit für den Menschen bleibt. In einer zunehmend vernetzten Welt finden wir es wichtig, die unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen und der Pflege in zukunftsweisende Entwicklungen aktiv einzubeziehen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Situation kann man das nicht genug betonen. Perspektivisch wollen wir unser System auf weitere Bereiche im Gesundheitssystem ausrollen.“

Friedemann Stier, Investment Director beim TGFS: „Ich freue mich besonders, dass auch in der Corona-Krise junge Unternehmer bereit sind, das Wagnis einer Unternehmensgründung einzugehen. Auch wir investieren aufgrund der aktuellen Lage sehr vorsichtig. Wir sehen jedoch ein großes Potential in sciendis und haben uns daher für das Investment entschieden.“

Weitere Informationen: https://sciendis.de

BILD © sciendis GmbH