Züricher Augmented Reality Startup Scandit erhält 80 Mio. USD in Serie-C-Finanzierungsrunde

Scandit erhält 80 Millionen US-Dollar von Investorengruppe


Scandit hat sich eine Serie-C-Finanzierung über 80 Millionen US-Dollar gesichert und will damit traditionelle Industrien durch Computer Vision und Augmented Reality digitalisieren. Ziel ist zudem, die globale Expansion zu beschleunigen und die technologische Marktführerschaft auszubauen.

Zürich, 26. Mai 2020 – Scandit, der führende Technologieanbieter für mobile Computer-Vision- und Augmented-Reality (AR)-Lösungen für Unternehmen, erhält die Mittel von einer Investorengruppe – angeführt von G2VP, einem Venture-Capital-Unternehmen ehemaliger Kleiner-Perkins-Partner aus dem Silicon Valley. Beteiligt haben sich auch Atomico, GV, Kreos, NGP Capital, Salesforce Ventures und Swisscom Ventures. In früheren Finanzierungsrunden hat Scandit bereits 43 Millionen Dollar eingesammelt.

Seit der letzten Finanzierungsrunde im Juli 2018 hat Scandit seine Umsätze verdreifacht, die Anzahl der Blue-Chip-Unternehmenskunden mehr als verzweifacht und die weltweite Mitarbeiterzahl verdoppelt. Mit der neuen Finanzierung sollen das Wachstum in neuen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika weiter vorangetrieben sowie die Präsenz und Aktivitäten in Nordamerika und Europa ausgebaut werden. Darüber hinaus wird stark in die Forschung und Entwicklung investiert, etwa in die Entwicklung neuer Methoden, wie Unternehmen ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe von Computer Vision und AR neugestalten können. Zu den weltweiten Kunden gehören 7-Eleven, Alaska Airlines, Carrefour, DPD, FedEx, Instacart, Johns Hopkins Hospital, La Poste, Levi Strauss & Co, Mount Sinai Hospital und Toyota. Jährlich führen sie mehrere zehn Milliarden Scans auf über 100 Millionen aktiven Geräten durch.

Scandit bietet eine Plattform für Computer-Vision und maschinelles Lernen, die modernes Barcode-Scanning, Texterkennung (OCR), Objekterkennung und Augmented Reality (AR) für jedes kamerafähige Smart Device miteinander kombiniert – von herkömmlichen Smartphones bis hin zu Drohnen, Wearables und Robotern. Die Software ist hinsichtlich Geschwindigkeit und Genauigkeit unübertroffen und kann bei schlechtem Licht, von jedem Winkel aus und sogar beschädigte Etiketten scannen.

Mit Scandit können Unternehmen ihre digitale Transformation beschleunigen, indem sie die physische Welt mit relevanten digitalen Informationen zusammenführen. Unternehmen aus Einzelhandel, Transport, Logistik und Fertigung verwenden Scandits Computer-Vision-Technologie, um mobile Apps oder Websites für Mobile Shopping, Self-Checkout, Bestandsverwaltung, Liefernachweis, Asset-Tracking und Wartung zu entwickeln. Im Gesundheitswesen unterstützt Scandit Digital Health; dabei nutzen Mitarbeiter herkömmliche Smartphones, um Patientenausweise, Proben, Medikamente und Materialien zu erfassen. Mit der Technologie von Scandit können Unternehmen in jeder Branche Zeitaufwand und Kosten bei Arbeitsabläufen optimieren, Mitarbeiter besser unterstützen sowie die Kundenbindung und die Kundenzufriedenheit verbessern.

Das notwendige Social Distancing durch COVID-19 hat die Nachfrage nach mobiler Computer Vision auf persönlichen Smart Devices deutlich gesteigert. Unternehmen können damit eine sicherere kontaktlose Arbeitsumgebung für ihre Mitarbeiter und Kunden schaffen. Einzelhändler, aber auch Transport- und Logistikunternehmen sind in der Lage, ihre Kapazitäten schneller zu erhöhen und der steigenden Nachfrage nach Click & Collect sowie den zusätzlichen Millionen von Heimlieferungen nachzukommen. Mit der Unterstützung von Scandit stellen sie ihren Mitarbeitern Scan-Apps auf BYOD (Bring Your Own Device)- oder COPE (Corporate Owned, Personally Enabled)-Geräten zur Verfügung.

„Die Technologie von Scandit bietet jedem Mitarbeiter und Kunden eine Scanning-Lösung in Unternehmensqualität zum Mitnehmen, ohne dass dafür bestehende Hardware benötigt wird“, erklärt Ben Kortlang, General Partner bei G2VP. „Diese Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt wird zunehmend wichtiger, da sich die Gesellschaft immer schneller in Richtung Online-Shopping und Lieferung, dezentrale Supply Chains und kassenlosen Einzelhandel bewegt.“

„Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie notwendig eine schnelle, digitale Transformation in diesen unsicheren Zeiten geworden ist und welche entscheidende Rolle die Verbindung des Physischen und Digitalen hat,“ berichtet Samuel Müller, CEO und Mitgründer bei Scandit. „Das Smartphone ist ein persönliches Tool, mit dem man mit einer leistungsfähigen Computer-Vision-Software nahtlos mit Alltagsgegenständen interagieren und Echtzeit-Informationen durch AR-Overlays anzeigen kann. Durch diese neue Finanzierungsrunde können wir noch mehr Unternehmen dabei unterstützen, sich schnell auf die Nachfrage nach ‚kontaktlosen Interaktions- und Geschäftsmöglichkeiten‘ einzustellen und diese erfolgreich in der ‚neuen Normalität‘ umzusetzen – wie auch immer sie aussieht.“

Weitere Informationen: https://www.scandit.com

BILD: Scandit-Gründer © Scandit

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