FinTech: Kapitalrunde von sieben Millionen Euro für Finiata 

Kapitalrunde von sieben Millionen Euro für Finiata 

  • Positionierung als Technologieanbieter
  • Bestandsinvestoren und der European Investment Fund investieren
  • Weitere Skalierung der Machine-Learning-Technologie in den nächsten Monaten
  • Kerngeschäft profitabel – Ausbau neuer Partnerschaften im Fokus

 

Berlin, 11. November 2020. Das Fintech Finiata hat weitere sieben Millionen Euro eingesammelt. Neben allen großen Bestandsinvestoren investiert der European Investment Fund mit der Corona Matching Facility.

 

„Unsere Investoren stehen auch als strategische Partner zu 100 Prozent hinter unserer Mission: Wir helfen kleinen Unternehmen dabei, digital, automatisiert und auf einfachem Wege ihre Liquidität in den Griff zu bekommen. Mit der aktuellen Finanzierungsrunde sind wir nun nicht nur finanziell für unsere Wachstums- und Expansionsbestrebungen gut gerüstet, sondern verfügen durch unsere Investoren auch über die notwendigen Netzwerke für die Erweiterung unseres Geschäftsmodells.“

 

Aktuell ist Finiata operativ auf dem polnischen Markt tätig. Mit dem frischen Kapital sollen Partnerschaften als Technologieanbieter etwa für Banken oder weitere Akteure vorangetrieben werden, die auf umgehende, zuverlässige Bonitätsprüfungen und -entscheidungen von Kleinunternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern angewiesen sind. Einfeld: „Auch eine operative Rückkehr auf den deutschen Markt an der Seite eines großen Partners mit entsprechendem Kundennetzwerk gewinnt vor diesem Hintergrund wieder an größerer Bedeutung.“

 

Zeitgemäßes flexibles Finanzierungsprodukt

Finiata bietet bereits seit November 2018 mit „FlexKapital“ eine flexible Kreditlinie an und stellte das bisher parallele Factoring-Geschäft im März 2020 ein: „Wir konzentrieren uns weiterhin auf unsere Stärken: Kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern in ihrer Liquiditätsplanung und in Zeiten finanzieller Engpässe weiterzuhelfen – und das komplett automatisiert und binnen weniger Minuten”, sagt Ingmar Stupp, CPO und Co-Founder von Finiata: „In Zeiten von Covid-19 und zunehmend schwankenden Kontoständen ist ein starres Factoring-Modell für Kleinunternehmen, Freiberufler und Selbstständige nicht mehr zeitgemäß – insbesondere weil dadurch Unternehmen, die direkt im privaten Endkundengeschäft tätig sind, größtenteils außen vor bleiben“, ergänzt Christoph Nicola, der als CFO mit Einfeld und Stupp Finiatas-Führungsteam bildet.

 

Finiatas Machine-Learning-Algorithmus „Copernicus“ ermittelt binnen weniger Minuten online und automatisch die Bonität potenzieller Kreditnehmer und stellt ihnen – ein positives Scoring vorausgesetzt – mit FlexKapital eine Kreditlinie in Höhe von drei bis acht Prozent des Jahresumsatzes bereit. Im Fokus stehen branchenübergreifend kleine Unternehmen mit bis zu zehn Millionen Jahresumsatz und bis zu 50 Mitarbeitern, darunter auch Selbstständige und Freiberufler.

 

Finiatas derzeitige Kunden verfügen häufig über eine hohe Fachexpertise, aber wenig betriebswirtschaftliches Wissen. Banken räumen ihnen trotz entsprechender Margen selten Kredite ein. Europaweit zählen damit über 90 Prozent aller Unternehmen zur potenziellen Zielgruppe. Zuletzt hatte Finiata mit „Finiata Analityka“ ein neues Produkt gelauncht, das basierend auf den automatischen Berechnungen von Copernicus die Finanzplanung automatisiert. Die Ausfallquoten bei Finiatas Kunden liegen inzwischen im niedrigen einstelligen Bereich und das bei einem GINI-Koeffizienten von knapp 70.

 

Nun soll die Anwendung der erfolgreichen ML-Technologie erweitert werden – einerseits geografisch, andererseits als Scoring-Dienstleistung für Banken und große Akteure im Kreditgeschäft.

Über Finiata

Finiata ist der schnelle wie einfache Liquiditätshelfer für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler. Mit der Kreditlinie FlexKapital gewährt das Fintech seinen Kunden finanziellen Spielraum in Höhe von drei bis acht Prozent des eigenen Jahresumsatzes. Die Entnahme und Tilgung der Beträge erfolgt in einem Zeitraum von bis zu zwölf Monaten flexibel. Zudem gibt „Finiata Analityka“ durch automatisiertes Cash-Flow-Management Einblicke in zukünftige Liquiditäts-Entwicklungen. Herz beider Finanzprodukte ist der Machine-Learning-Algorithmus „Copernicus“, der binnen weniger Minuten komplett automatisiert und online die Bonität der Kunden mit einer Ausfallquote im niedrigen einstelligen Bereich beurteilt. Finiata verfügt über 50 Mitarbeiter und über Büros in Berlin und Warschau.

BILD: Finiata: Ingmar Stupp – Christoph Nicola – Jan Enno Einfeld (v.l.n.r.), Credit: Raimar von Wienskowski

Quantum Technology: IQM raises €39 M in Series A funding
Klimaangepasste Pflanzenzüchtung

Ähnliche Beiträge

Menu