TransMIT-Zentrum für Siedlungswasserwirtschaft, Biogastechnologie und regenerative Energien untersucht Potenziale des Phosphor-Recycling. Ob in wenigen Jahrzehnten oder erst in ein paar hundert Jahren: Irgendwann wird der Düngerrohstoff Phosphor zur Neige gehen – mit all den negativen Folgen wie steigenden Preisen für Dünger und damit auch für Nahrungsmittel.

Die Krise wäre existenziell. Denn Phosphor ist anders als Öl nicht ersetzbar. Pflanzen, Tiere und Menschen brauchen ihn wie das Sonnenlicht und die Luft zum Atmen. Um auch in Zukunft den wichtigen Mineralstoff für alle Lebewesen zu erhalten, kann recycelter Phosphor die Reserven der Erde schonen.

Als Ergebnis der Abwasserreinigung fallen jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm zur Entsorgung an. Der Klärschlamm enthält viele Mineralstoffe, die zu wertvoll sind, um sie nicht weiterzuverwenden. Neben Stickstoff ist das insbesondere Phosphor. Als organischer Dünger aufbereitet, könnte Klärschlamm somit die Äcker mit Phosphor und Stickstoff versorgen.

Um dieses Potenzial auszuloten, führt das TransMIT-Zentrum für Siedlungswasserwirtschaft, Biogastechnologie und regenerative Energien im Auftrag der Stadt Schlitz derzeit eine Machbarkeitsstudie zur „weitestgehenden Rückgewinnung der Ressource Phosphor aus dem Klärschlamm“ durch. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird die Entwicklung eines regionalen Konzeptes zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm oder Klärschlammasche auf dem Klärwerk Schlitz untersucht.

Dabei werden unter anderem bereits marktreife technische Verfahrenstechniken zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm oder Klärschlammasche unter die Lupe genommen und deren Wirtschaftlichkeit für das regionale Konzept überprüft. Darüber hinaus wird auch die Wirksamkeit der Recycling-Phosphate und der damit verbundenen Einsetzbarkeit des Recyclats in der Düngemittelindustrie im Vergleich zu herkömmlichen Phosphatdüngern bestimmt. Die verschiedenen Schritte der Machbarkeitsstudie sowie die Umsetzung des ausgewählten Konzepts werden abschließend intensiv mit den regionalen Partnern – Akteuren aus Kommunen und Abwasserverbänden – diskutiert.

Aktuell wird noch ein weiterer Versuch zur weitgehenden Reduzierung des Elements Nickel in der Asche gefahren, dessen Ergebnisse noch Eingang in den Abschluss der Studie finden werden.

Wenn Sie mehr über das Pilotprojekt erfahren wollen, beantwortet Ihnen Prof. Dr.-Ing. Ulf Theilen, Leiter des TransMIT-Zentrums für Siedlungswasserwirtschaft, Biogastechnologie und regenerative Energien, gerne Ihre Fragen: theilen@transmit.de

Das TransMIT-Zentrum für Siedlungswasserwirtschaft, Biogastechnologie und regenerative Energien führt seit vielen Jahren Forschungsvorhaben, Gutachten und Beratungen in den Bereichen Abwassertechnik, Klärschlammentsorgung, Biogastechnologie und regenerative Energien und insbesondere zum Bereich Klärschlammverwertung durch.

Mehr Informationen zum Leistungsspektrum des TransMIT-Zentrums unter: https://www.transmit.de/geschaeftsbereiche/zentren/details/?z_id=111

Bild: pixabay

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